9 Wochen Schweden

9 Wochen Schweden

Nach genau 9 Wochen in Schweden, sind wir zurück in Deutschland. In Skane (Südschweden) ist es schwer, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Und wenn, dann bekommt man Polizeibesuch. So wie wir vorgestern. Ok, wir hatten vergessen, dass die Gegend um Malmö kein so sicheres Pflaster für Freicamper in der Urlaubszeit ist.

Wie ist nun Schweden? Mit einem Wort: GROßARTIG!
Die Landschaften sind vielfältig – von Agrarlandschaft (Gott sei Dank nicht zu viel) über Hügel, saftige Wiesen, viele Wälder bis hin zu extrem kargen Landschaften findet man alles. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Rentiere im Nipfjället Naturreservat

Die Tierwelt ist toll, die Pflanzenwelt ebenso: Rentiere, Elche, Kraniche, Birkhühner….riesengroße alte Eichen und Buchen.  Die Straßenränder voller wilder Pflanzen und Blumen. Saftige Wiesen – nicht nur eine kleine. Nein, ganze Landstriche sind „nur“ Wiesen, blühende Wiesen. Es stört zwar etwas der Anblick vieler kurzrasierter Vorgärten, aber aufgrund der vielen Wiesen dürfte die Insektenwelt das kaum stören. Rinder, Schafe und Pferde dürfen auf immens großen Weiden, meist auch saftig blühende Wiesen, ihr Leben genießen. Davon können sich so manche Länder eine dicke Scheibe abschneiden!
Die Menschen sind super freundlich, auch Kassierer/innen im Supermarkt! Uns wurde immer absolut freundlich begegnet. Manchmal haben einige Leute uns einfach nur freundlich zugewunken. Es gab immer ein nettes Hej Hej.  Guckt man in die Gesichter von Schweden, so ist es zu 90% so, dass sie ein Lächeln im Gesicht haben! Wo findet man das sonst? (Ok, in der Schweiz ist das auch so, aber ansonsten?) Die Schweden sind einfach glücklicher!
In jedem Nationalpark, in vielen Naturreservaten gibt es neben Picknickbänken auch Mülltonnen und Toiletten. Auch auf Raststätten ist das alles zu finden. Auch hier können sich ganz viele Länder eine dicke Scheibe abschneiden! Es war bisher in keinem Land so sauber wie in Schweden. Natürlich liegt hier und da auch mal etwas rum, aber längst nicht zu vergleichen mit ganz vielen anderen Ländern.
An ganz vielen Straßen hat man alle paar hundert Meter die Möglichkeit, in einer Parktasche zu parken.
Vergessen wollen nicht, dass man die Freiheit hat, alle möglichen Wege zu befahren. Es sei denn, es ist ein Privatweg oder Weg mit Verbotsschild (davon gibt es aber nicht wirklich viele).
Kulinarisch sind besonders die Köttbullar, das Kartoffelgratin und die Marmeladen zu erwähnen. Dagegen ist fast jedes Brot eine Katastrophe, wenn man (wie wir) normalerweise selbstgebackenes Körner- bzw. Dinkelbrot isst. Wir  haben nachher auf Vollkorn-Knäckebrot umgeschwenkt, welches auch ganz lecker ist.

Köttbullar mit Gnocchis

Bei vielen Tankstellen kann man kostenlos Frischwasser (Trinkwasser) tanken, was für uns ja auch recht wichtig ist.
Der Anblick der Schwedenhäuser … den mögen wir sehr. Manche Grundstücke sind zudem zuge“müllt“ mit Autokarossen, die so manches Oldtimer-Herz bluten lassen würden.
Was nicht ganz so toll war, waren die Straßen. Viele Straßen, ganz besonders weiter nördlich, sind in einem katastrophalen Zustand. Da unser Paule so gut wie keine Federung hat, haben wir das ganz besonders zu spüren bekommen. Riesige Dellen, Risse und enorme Schlaglöcher haben uns so manches Mal mit 20-30 km/h schleichen lassen. Auf einer unbefestigten Straße z.B. gab es eine riesige Delle. Ohne Weiteres wäre die mit einer Schaufel abtragbar gewesen. In Schweden stellt man zwei Begrenzungsplanken hin 😀

Wir hatten eine wundervolle Zeit in Schweden, haben total nette Leute kennengelernt und freuen uns schon heute auf den nächsten Schwedentrip.

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